Die UNESCO Weltkonferenz zu Bildung für nachhaltige Entwicklung ist erfolgreich zu Ende gegangen

Vom 17. bis 19. Mai 2021 hat in Berlin die digitale UNESCO Weltkonferenz "Learn for Our Planet. Act for Sustainability." die neue Dekade zur weltweiten Verankerung von BNE in allen Bildungsbereichen eingeleitet.

Der Dank gilt den Teilnehmenden aus 161 Nationen, über 70 Ministerinnen und Ministern sowie den 10.000 Zuschauerinnen und Zuschauern weltweit. Einige von Ihnen kommen in dem Abschlussvideo zu Wort, in dem auch die auf der Konferenz verabschiedete Berliner Erklärung vorgestellt wird.

Die UNESCO Weltkonferenz zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wurde von der UNESCO und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit der Deutschen UNESCO Kommission (DUK) veranstaltet. Sie bildete den offiziellen Auftakt für die neue Dekade zur weltweiten Verankerung von BNE in allen Bildungsbereichen bis 2030.

Schon zur Eröffnung der digitalen Konferenz wurde die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung im nationalen wie internationalen Rahmen deutlich. So betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Eröffnungsrede: "Bildung für nachhaltige Entwicklung darf kein Privileg sein, sondern muss allen Menschen überall auf der Welt zugänglich sein." Eine besondere Perspektive brachte der Astronaut Alexander Gerst den Konferenzteilnehmenden aus seinen Weltraumexpeditionen mit: "Wir sind alle Astronauten auf dem Raumschiff Erde. Wir umkreisen die Sonne, so wie die ISS die Erde umkreist. Und bei dieser Konferenz geht es um das empfindliche Lebenserhaltungssystem unseres Raumschiffs." Nach den Keynotes leitete die Moderatorin der Konferenz, Sumi Somaskanda, in die erste von insgesamt 13 Sessions über. In den zahlreichen Austauschrunden berichteten die Teilnehmenden aus ihren nationalen Strategien zur Umsetzung des neuen UNESCO Programms "BNE 2030". Für den Umsetzungsprozess in Deutschland betonte Bildungsministerin Anja Karliczek: "Wir haben ein großes gemeinsames Ziel, nämlich die Bildung für nachhaltige Entwicklung im deutschen Bildungssystem überall zu verankern." Zum Abschluss des ersten Konferenztages wurden die Konferenzteilnehmenden in der "Berlin Night" mit Musik der Sängerin Dorin Ben-David in den Abend verabschiedet.

Der zweite Konferenztag stand im Zeichen des intensiven Austausches zwischen den internationalen Teilnehmenden: gleich zu Beginn wurden im "Ministerial Roundtable" von den politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern Ansätze zur Umsetzung von BNE aus unterschiedlichen Perspektiven vorgestellt. Um mit den vielen Akteurinnen und Akteuren der Praxis ins Gespräch zu kommen und sich über konkrete Umsetzungsbeispiele auszutauschen, bot der "SDGs Market Place" während der gesamten Konferenz zahlreiche Möglichkeiten. Zum Abschluss des zweiten Konferenztages luden 15 herausragende Initiativen aus Deutschland unter dem Titel "Meeting German Good Practices" zu eigenen Veranstaltungen ein.

Am dritten und damit letzten Veranstaltungstag fand die Konferenz nach weiteren Austauschrunden mit der Präsentation der Berliner Erklärung gegen Mittag ihren wirkungsvollen Abschluss. Die über 2.500 Teilnehmenden der Weltkonferenz verpflichten sich zur Verankerung von BNE in ihren Bildungssystemen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek stellte die globale Bedeutung der gemeinsamen Erklärung heraus: "Von Berlin geht mit der ‚Berliner Erklärung‘, die wir auf der UNESCO-Konferenz beschlossen haben, ein starker neuer Impuls für Bildung für nachhaltige Entwicklung weltweit aus. Es geht darum, Wissen zu vermitteln, wie wir alle unseren Planeten als lebenswerten Ort erhalten und Herausforderungen wie den Klimawandel bewältigen können."

Das Ende der internationalen Konferenz bildete gleichzeitig den Startschuss für die nationale Konferenz unter dem Titel "Mit BNE in die Zukunft - BNE 2030". Das Momentum der internationalen Konferenz wurde genutzt, um die Umsetzung des UNESCO Programms "BNE 2030" in Deutschland voranzutreiben. Der Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Christian Luft, fasste in seinem Grußwort zusammen: "Es ist unsere Pflicht, BNE so breit wie möglich zu streuen. Jetzt ist es geschafft und jetzt geht es richtig los!". Im digitalen Podium diskutierten Wulf Bödeker (BNE-Berichterstatter der Kultusministerkonferenz, Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen – und Vorsitzender des Forums Schule), Dr. Thomas Greiner (Unterabteilungsleiter, Abteilung Lebensbegleitendes Lernen, Bundesministerium für Bildung und Forschung), Prof. Dr. Gerhard de Haan (Wissenschaftlicher Berater, Nationale Plattform BNE), Minister a.D. Walter Hirche (Internationaler Berater, Nationale Plattform BNE), Dr. Dietmar Kress (Greenpeace, Mitglied der Nationalen Plattform BNE), Amelie Paassen (youpaN, Mitglied der Nationalen Plattform BNE) und André Weiß (Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V., Mitglied der Nationalen Plattform BNE), zum Thema "Mit BNE in die Zukunft: Wie erreichen wir die erfolgreiche Umsetzung von BNE 2030 in Deutschland?" Bei der abschließenden digitalen Publikumsumfrage, was der nächste Schritt für BNE in Deutschland sei, haben die Teilnehmenden der Konferenz sich gemeinsam für "Machen!" ausgesprochen.

Bereits im Vorfeld der Konferenzen wurden durch die Veranstaltungen der BNE-Wochen, vom 01. bis 31. Mai 2021, deutschlandweit Handlungsmöglichkeiten für nachhaltige Entwicklung in eine breite Öffentlichkeit getragen und Akteurinnen und Akteure sowie Praxisbeispiele für erfolgreiche BNE Aktivitäten sichtbar gemacht.